Das Wort des Jahres 2022 ist mir bereits am Dreikönigstag bekannt:
Die BIaZ, Beste Impfung aller Zeiten,
besiegt die GröPaZ, die Grösste Pandemie aller Zeiten.
Wieso? Deshalb.
Donnerstag, 6. Januar 2022
Das Wort des Jahres 2022 ist mir bereits am Dreikönigstag bekannt:
Die BIaZ, Beste Impfung aller Zeiten,
besiegt die GröPaZ, die Grösste Pandemie aller Zeiten.
Wieso? Deshalb.
Tags: BIaZ, Corona, Covid-19, GröPaZ, SARS-CoV-2
Labels: Gesundheit
Dienstag, 4. Januar 2022
Wer erst jetzt darauf kommt, dass Corona-Zahlen irgendwelchen Sinn ergeben, dem ist nicht mehr gross zu helfen. Was „Verschwörungstheoretiker“ und „Skeptiker“ schon fast seit Beginn der Grössten Pandemie aller Zeiten monieren, findet nun (endlich?) seinen Weg in den Mainstream:
Dr. Anthony Fauci says statistics for hospitalizations among children with COVID-19 are getting overblown because many young patients are being admitted with unrelated ailments before they test positive.
Quelle: ‚They may go in for a broken leg‘: Fauci says child COVID-19 hospitalizations are overblown
Case counts ‘don’t reflect what they used to’, experts argue, as data suggests Omicron is less severe but more contagious
Quelle: US experts question whether counting Covid cases is still the right approach
Ich achte schon seit Ewigkeiten darauf, in diesem Zusammenhang nur von „positiv Getesteten“ zu sprechen und schreiben, während die alarmistischen Qualitätsmedien viel zu oft immer noch von „Infizierten“ oder gar „Erkrankten“ schreiben. Tönt viel schlimmer, sichert Aufmerksamkeit und Klicks — ist aber unsauber (Infosperber berichtete davon in der Schweiz spätestens im Sommer 2021).
Kann man einer Umfrage in Deutschland glauben, traut eine Mehrheit der Deutschen spätestens jetzt den Zahlen nicht mehr:
EXKLUSIVE BILD-UMFRAGE ZEIGT: Kaum noch Vertrauen in Corona-Zahlen
Das hat aber sicherlich auch mit den Meldungen vor Weihnachten zu tun. Darin berichteten die gefühlt zwei, drei letzten verbliebenen investigativen Journalisten in Deutschland, dass Beamte in Hamburg und Bayern alle Hospitalisierten mit unbekanntem Impfstatus frech den „Ungeimpften“ zurechneten: RECHERCHEN VON NDR UND „WELT“: Inzidenz für Ungeimpfte in mehreren Bundesländern massiv zu hoch ausgegeben
Tags: Corona, Covid-19, SARS-CoV-2, Statistiken, Testpandemie, Zahlen
Labels: Gesundheit, Medien
Montag, 3. Januar 2022
… man halte sich fest:
„Bei den betroffenen Kund*innen hat Twint noch nie funktioniert […] Es sind nur Kund*innen betroffen, deren Vertragsnummer mit einer Null beginnt.“
Quelle: Migros Bank schmeisst ihr Uralt-Ebanking in den Müll
Als ITler und Freizeit-Softwareentwickler würden mich detaillierte Ausführungen über den technischen Grund hinter diesem Problem wirklich brennend interessieren.
Tags: Migros Bank, TWINT
Labels: IT
Sonntag, 2. Januar 2022
Der Familienausflug nach New York City (NYC) neigt sich rasch dem Ende zu — ich sitze mit Stephanie gerade in der Lounge am Flughafen Newark im nahgelegenen New Jersey und warte darauf, dass wir LX19 zurück in die Schweiz besteigen können.
Wir sind am Montag-Abend von San Francisco kommend in Newark gelandet. Ungefähr ein, zwei Tage später trafen über WhatsApp und Co. die ersten besorgten Nachrichten von Verwandten und Bekannten aus der Schweiz ein. Sie verlinkten Artikel in der einschlägigen Schweizer Qualitätspresse, die von rasant steigenden positiven Testzahlen aus Big Apple sprachen.
Vom „Bergamo am Hudson“ oder der „Omikron-Hölle“ sprach glaub ich kein Journalist, aber die Nachrichten tönten wie gewohnt alarmistisch. „Journalismus“ à la 2021 halt.
Unsortierte Beobachtungen:
Fazit: Die Erfahrungen in New York (und: Kalifornien) haben mich beruhigt — wenn die Amis das mit dem QR-Code bis jetzt nicht gebacken gekriegt haben, werden sie es auch in Zukunft nicht. Und somit erachte ich den weltweiten Rollout des „Zertifikats sie alle zu knechten“ als höchst unwahrscheinlich. Hingegen ist in Europa der Zug zum „Rückbau“ des Zertifikats aber vermutlich längst abgefahren. Leider.
Und schliesslich wurde uns heute Nachmittag noch die Werbung für die „BIaZ“ — Beste Impfung aller Zeiten — von den Leuten an der Goldgrube ins Gesicht projiziert:
Meine Pfizer-Aktien freuts ungemein. Unbedingt weiterboostern!
Tags: Biontech, Corona, Covid-19, Impfausweis, Impfung, Moderna, New York, NYC, QR, SARS-CoV-2, Zertifikat, Zertifikatspflicht
Labels: Gesundheit
Freitag, 17. Dezember 2021
Heute reingetrudelt:
Lieber Mario
In Graubünden wissen wir, dass regionale Zeitungen und Radios in romanischer oder italienischer und sogar in deutscher Sprache nur mit öffentlicher Unterstützung überleben werden. Doch es ist nicht allein das Problem meines dreisprachigen Bergkantons. Wir stecken schweizweit in einer Medienkrise. 70 Zeitungen sind schon verschwunden, die journalistische Qualität sinkt und die Verbreitung von Fake News nimmt zu. Für eine funktionierende Demokratie braucht es aber unabhängigen und vielfältigen Journalismus. Deshalb sage ich entschieden JA zum Medienpaket, über welches wir am 13. Februar abstimmen.Es wird eine schwierige Abstimmung. Economiesuisse und die Konzernlobby aber auch Rechtspopulist:innen wie Weltwoche-Verleger Roger Köppel und wirre Verschwörungstheoretiker:innen kämpfen mit allen Mitteln gegen das Medienpaket unserer Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Diesen Kreisen sind gut informierte Bürger:innen ein Dorn im Auge. Denn wer über grosse Werbebudgets oder steinreiche Financiers verfügt, will keine unabhängigen Medien.
Viele Stimmberechtigte wissen noch nicht, worum es bei der Abstimmung genau geht. Aus meiner Sicht sind diese drei Argumente zentral:
- Das Medienpaket stärkt die Unabhängigkeit der Medien und damit die Demokratie
Wir alle sind auf fundierte Berichterstattung angewiesen. Ohne gesicherte Finanzierung werden Medien immer abhängiger von grossen Werbekund:innen oder Superreichen, welche Medientitel aufkaufen. Gleichzeitig wächst der Einfluss der Tech-Giganten, die kaum Kontrolle gegen Fake News und Hassrede leisten. Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig seriöser Journalismus ist. Ohne Medienpaket wird dieser weiter geschwächt.- Das Medienpaket sichert Lokalmedien in der Stadt und auf dem Land
Die im Medienpaket verankerte Stärkung von Lokalradios und lokalen TV-Stationen aber auch die überproportionale Förderung von kleinen Online-Portalen und Zeitungen kommt der regionalen Berichterstattung zugute. Medien wie die Engadiner Post, das Radio BeO oder das Online-Magazin Republik bekommen mit dem Medienpaket eine Perspektive.- Das Medienpaket ist zeitgemäss und fördert erstmals Onlinemedien
Immer mehr Menschen informieren sich lieber online. Heute werden digitale Medien aber nicht gefördert, was schlicht nicht zeitgemäss ist. Der von der SP erkämpfte Einbezug der Onlinemedien in die Medienförderung stärkt auch junge und innovative Online-Portale, die hochstehenden Journalismus betreiben und gibt traditionellen Zeitungen eine Chance für die digitale Transformation.Ein ausführliches Argumentarium findest du hier.
Solidarische Grüsse
Jon Pult, SP Nationalrat und Präsident der für Medienpolitik zuständigen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF)
Meine Überlegungen:
Tags: Economiesuisse, Fake News, Hassrede, Jon, Jon Pult, Journalismus, Köppel, Medien, Medienförderungsgesetz, Mediengesetz, Medienpaket, Mediensubventionsgesetz, Pult, Roger Köppel, SP, SPS, Weltwoche
Labels: Medien, Politik, Schweiz
Donnerstag, 16. Dezember 2021
Vor ein paar Tagen hörte man mich bereits freudig jauchzen „Yes, Paessler hat wieder modelliert!“:
In Medien liest man jetzt täglich von fallender Inzidenz. Kaum einer schreibt dazu, dass das bald zu Ende sein wird mit dem Sinken. Und dann…
** Omikron kommt! **
Ein Weckruf in 15 Folien zum Weitergeben!(Link zum PDF am Schluss)
Thread 1/x pic.twitter.com/tQqJdLqAwJ— Dirk Paessler (@dpaessler) December 14, 2021
Der RKI-Modellierer hat das nicht auf sich sitzen lassen — wer lässt sich schon von einem Hobby-Modellierer an die Wand modellieren?
+++ RKI-Modellierer warnt: Bis zu 700.000 Neuinfektionen pro Tag: Die Omikron-Walze ist "nicht mehr zu stoppen" +++ https://t.co/cuHRVfdc3F
— FOCUS Online (@focusonline) December 16, 2021
Tags: Corona, Covid-19, Dirk Paessler, dpaessler, Focus, Omicron, RKI, SARS-CoV-2
Labels: Gesundheit, Medien
Donnerstag, 16. Dezember 2021
Am Sonntag ist es soweit — ich fliege das erste Mal seit Oktober 2019 wieder Langstrecke. Es geht in die USA, zur Familie meiner Frau, um mit ihnen Weihnachten und Neujahr zu verbringen.
Gestern habe ich mich nun um die Roaming-Kosten gekümmert:
Bei Swisscom kosten 10 GB Roaming-Daten für die USA 99.90 CHF (inOne mobile go). Nicht mit mir.
Deshalb wollte ich wieder einmal eine T-Mobile eSIM ordern. Die haben für 50 US-Dollar ein für 30 Tage gültiges Unlimited-Angebot (sowohl Voice als auch Daten). Doch leider scheint es in der App nun einen Geoblock zu geben (oder war es der erneute AWS-Ausfall, der mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat?):
Deshalb bin ich auf Ubigi ausgewichen, welche ich bereits im September 2019 in Japan und in den USA verwendet habe. Zuerst löste ich das Roaming Paket (10GB für 33 US-Dollar), und erst dann realisierte ich, dass ja meine eSIM noch gar nicht auf dem iPhone vorhanden war.
Problem: Ich hatte die eSIM beim Wechsel von einem iPhone XS 64GB zu einem iPhone XS 256GB nicht migriert, und mittlerweile verwende ich ja ein iPhone 13 mini.
Gemäss Web-Site ist das eigentlich kein Problem, wenn man sich ein Konto erstellt hat (was ich hatte): I have a new iPhone/iPad. How to transfer my current Ubigi eSIM profile to it to keep my Ubigi account?
Leider war bei mir in der App unter Settings nach der Sprachauswahl Ende. Die Sektion eSIM fehlte.
Dieser Fall wird im Hilfeartikel auch abgearbeitet:
NB: if the “re-install my Ubigi eSIM” button is not displayed, please contact our Customer Service for more help as you may have an old profile that cannot be reinstalled. Our team will send you an updated profile that you can reinstall on your new device to keep your Ubigi account.
Es scheint also, dass meine eSIM von 2019 nicht (mehr) reaktiviert werden kann.
Die Lösung: Ich kontaktierte den Customer Service über das Web-Formular, und innerhalb weniger als 12 Stunden erhielt ich einen neuen QR-Code, mit welchem ich die eSIM problemlos installieren konnte.
Tags: 10GB, Airalo, Apple, Data, Datenplan, eSIM, iPhone, iPhone 13, iPhone 13 mini, iPhone XS, MobiMatter, Nomad, Roaming, Swisscom, T-Mobile, Ubigi, USA, Voice
Labels: Reisen
Freitag, 10. Dezember 2021
Heute Nachmittag sind wir nach einer Odyssee durch das verschneite Schweizerische Mittelland im Elsass angekommen.
Spannendes Problem, welches ich mit etwas IT-MacGyvern gelöst habe: Die SSID des Hotels lautet L'Hotel et Spa Ribeauvillé. Wenn ich meinem GL.iNet Travel Router (dem Vorgängermodel des GL-MT300N-V2) sage, sich mit diesem WiFi zu verbinden, speichert die Router-Software die SSID als L, und die Verbindung schlägt – logischerweise – fehl.
Für Profis ist rasch klar, was das Problem ist: Das Apostroph in der SSID signalisiert der Router-Software, dass der SSID-Name hier aufhört. Alles dahinter wird abgeschnitten. Ein klassisches Sonderzeichen Escape-Problem. Und seit mindestens 2018 bekannt (könnte aber sein, dass ich mal die Firmware aktualisieren sollte — mein Router fährt mit Version 2.264): Bug + Security Issue: Special Characters Remote SSID Name
Hinzu kommt noch das Accent Aigu. Eigentlich fehlen nur noch Emojis in der SSID, dann wäre die Party komplett.
Der GL.iNet basiert auf OpenWRT. Auf Grund meiner Erfahrung mit anderen solchen Routern (primär dem Turris Omnia) weiss ich, dass die WiFi-Konfiguration in einer Textdatei unter /etc/config/wireless abgelegt ist.
Mein Plan: Da das GUI die SSID nicht sauber abspeichern kann, trage ich sie halt per SSH und mit vim über die Kommandozeile ein.
Nächstes Problem: Tippe ich das Accent Aigu in vim ein, erscheinen stattdessen zwei Doppelpunkte. Mist. In ash, dem Shell des Routers, wird das Accent Aigu aber sauber angezeigt, wenn man es tippt. Hilft mir aber nicht weiter (ausser ich befasse mich vielleicht mit sed und Inline Suchen-und-Ersetzen). Schlussendlich kopiere ich den Inhalt der Datei aus dem Terminal und füge es in Atom-Dokument auf meinem MacBook ein.
Ich versuche nun, die SSID in der Textdatei zu komplettieren. Um das Apostroph in der SSID verwenden zu können, umschliesse ich den Variablenwert in doppelten Anführungszeichen (OpenWRT verwendet standardmässig einfache Anführungszeichen):
config network 'sta0' option channel '11' option device 'radio0' option ssid "L'Hotel et Spa Ribeauvillé" option encryption 'psk2' option key 'password'
Ich speichere die Datei, und schreibe sie mittels scp root@192.168.1.1:/tmp/wireless auf den Router zurück. Dort eingeloggt kopiere ich die Datei und überschreibe das Ziel, /etc/config/wireless.
Leider funktioniert es nach einem Reboot damit noch nicht.
Mit etwas greppen dann die Erkenntnis: Unter /etc/wireless/ssids ist das WiFi ebenfalls eingetragen. Somit führe ich den oben beschriebenen Prozess noch einmal durch, dieses Mal aber für diese Datei. Rüberkopiert, den Travelrouter neu gestart — und tada, jetzt poppt auf meinem MacBook das Authentifizierungsportal des Hotel WiFis auf.
Yiha!
Tags: GL.iNet, OpenWrt, SSID, Travelrouter, WiFi, wireless, WLAN
Labels: IT