Sonntag, 8. März 2020

Mail.app unter macOS High Sierra sortiert IMAP-Ordner nicht (mehr) alphabetisch

Das Problem löst man, indem man Apple Mail zuerst schliesst und die Datei .mboxCache.plist des betroffenen IMAP-Kontos löscht.

Mit dem folgenden Befehl findet man alle von Mail.app angelegten Dateien mit diesem Namen:

$ find ~/Library/Mail -maxdepth 3 -type f -name .mboxCache.plist

Wer die Dateien gleich löschen möchte:

$ find ~/Library/Mail -maxdepth 3 -type f -name .mboxCache.plist -exec rm '{}' ';'

ACHTUNG: Bitte kopiert den zweiten Befehl auf eigene Verantwortung von hier. Der Befehl LÖSCHT Dateien auf deinem Computer — wenn alles gut geht nur diejenigen Dateien, die hier beschrieben wurden. Ich übernehme aber keine Gewähr..

Quelle: Using Apple Mail, my folders have stopped being displayed in alphabetical order – how can I restore this sort order?

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Sonntag, 8. März 2020

Sprichwörtlich verschissene Strassen

Dank John Olivers kürzlich erschienene Folge von Last Week Tonight über den indischen Premierminister Narendra Modi kenne ich nun auf das „verschissenste“ Musikvideo aller Zeiten — mit einem ernsten Hintergrund:

According to UNICEF, every day in India, „620 million Indians are defecating in the open. That’s half the population dumping over 65 million kilos of poo out there every day. If this poo continues to be let loose on us, there will be no escaping the stench of life threatening infections, diseases and epidemics.“

In response, UNICEF launched the http://www.poo2loo.com campaign with this insanely over-the-top, potty-mouthed animated music video by Studio Eeksaurus in Mumbai as the centerpiece. The absurdly catchy music was composed by Shrikanth Sriram (Shri) who composed the theme for „Life of Pi“.

Diese Folge von Last Week Tonight wurde in Indien vom HBO-Partner Hotstar (im Besitz von Disney) nicht ausgestrahlt, da mit Modi nicht zimperlich umgegangen wird. Die us-amerikanischen Medienberichte dazu schreiben zwar „blocked“, aber der Text ist äusserst vage formuliert. Ich glaube nicht, dass hier etwas wie die grosse (chinesische) Firewall zum Zuge konnt. Stattdessen gehe ich weiterhin davon aus, dass die Sendung einfach nicht ausgestrahlt wurde …

A propos

Vietnam hat kürzlich ein ähnliches lehrsames Video produziert, um die Bevölkerung im richtigen Umgang mit der Corona-Gefahr zu erziehen (ich habe davon berichtet):

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Sonntag, 8. März 2020

Unter Linux Nicht-ASCII-Charakter in einer Datei ausgeben

Unter Linux verwendet man folgenden Befehl:

$ grep --color='auto' -P -n "[^\x00-\x7F]" dump.txt

Quelle: How do I grep for all non-ASCII characters?

macOS‘ grep unterstütz dies leider nicht.

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Sonntag, 8. März 2020

MacPorts s-nail unter macOS meldet „Cannot find a usable character set to encode message“

Kürzlich habe ich hier beschrieben, wie ich meinem iMac endlich beigebracht habe, E-Mails von der Kommandozeile zu versenden.

Heute dann die Erkenntnis, dass ein Cron- Launchd-Job folgende Fehlermeldung ins Log ausspuckt:

mail: Cannot find a usable character set to encode message: No such entry, file or directory
mail: ... message not sent

Ich habe mir dann den zu versendenden Mail-Body in eine Datei ausgegeben und überprüft, ob dort Nicht-ASCII-Charakter vorkommen (Unter Linux Nicht-ASCII-Charakter in einer Datei ausgeben). Volltreffer! Im E-Mail-Text finden sich deutsche und französische Umlaute, die als UTF-8 abgelegt sind.

Das Problem habe ich gelöst, indem ich /opt/local/etc/mail.rc um folgende Zeilen ergänzt habe:

...
set ttycharset=utf-8
set charset-8bit=utf-8
...

Seither klappt es mit dem Versand des E-Mails.

Meine Vermutung ist, dass bei launchd-Prozessen gewisse Umgebungsvariablen nicht mitkommen, die s-nail verwendet, um das Terminal-Charset zu eruieren.

Nachtrag

Die Fehlermeldung wird in Zeile 2334 des Source Codes generiert (Stand: 8. März 2020).

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Samstag, 7. März 2020

Phishing-Web-Site imitiert 20min.ch täuschend echt

Kürzlich poppte folgende Web-Site bei einer meiner Web-Surf-Touren auf. Auf den ersten Blick schaut die Web-Site aus wie 20min.ch. Aber eben nur fast. Sinn und Zweck entzieht sich mir, aber ich denke, dem Opfer soll eine äusserst vertraute Seite vorgegaukelt werden. Wie die Phisher die Web-Site aber mit Informationen gefüllt haben, ist mir immer noch ein Rätsel — die Artikel in der Seitenspalte beispielsweise finden sich nicht auf 20min.ch.

Ah doch:

Dies sagt uns auch gleich, dass die Phisher die Seite vermutlich am oder kurz nach dem 12. Juni 2019 abgegriffen haben.

Als ich einen Screenshot angefertigt habe, habe ich auch gleich herausgefunden, dass Firefox eine Möglichkeit bietet, die gesamte Web-Site in einem Bildschirmphoto zu verewigen. Natürlich habe ich davon gebrauch gemacht:

Die URL: postintercust[.]com/20min/click.php

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Samstag, 7. März 2020

Festplatte mit NTFS-Partition unter Linux mounten

Kürzlich fiel eine in einem ELK-System verwendete Magnetfestplatte aus. Ich ersetzte diese mit einer SSD, die hier seit einiger Zeit unbenutzt herumlag. Ergattert hatte ich diese bei einer Geschäftsauflösung in Kalifornien, wo sie ungefähr fünf Jahre in einem Schrank am Verstauben war.

Bevor ich die Festplatte formatierte, nahm mich der alte Inhalt darauf wunder. Die Platte wurde in einem Windows-System betrieben und war mit dem Microsoft NTFS Dateisystem formatiert.

Eine solche Festplatte mountet man folgendermassen unter Linux:

# apt-get install ntfs-3g
# mkdir /mnt/ntfs
# mount -t ntfs-3g /dev/sda1 /mnt/ntfs

Fazit: Nicht viel spannendes, vor allem dutzende ISO-Dateien von völlig veralteten Windows-Installationsmedien und Linux-Distributionen.

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Samstag, 7. März 2020

rkhunter betrachtet libkeyutils.so.1.9 als Malware

Kürzlich alarmierten mich Installationen von rkhunter auf einigen meiner Debian GNU/Linux-Server täglich über einen möglichen Malware-Befall:

Warning: The following processes are using suspicious files:
         Command: dig
           UID: 114    PID: 388
           Pathname: /lib/x86_64-linux-gnu/libkeyutils.so.1.9
           Possible Rootkit: Spam tool component
         Command: dig
           UID: 417    PID: 388
           Pathname: 2799
           Possible Rootkit: Spam tool component
         Command: dig
           UID: 418    PID: 388
           Pathname: 2799
           Possible Rootkit: Spam tool component
         Command: dig
           UID: 419    PID: 388
           Pathname: 2799
           Possible Rootkit: Spam tool component

Nach etwas Recherche dann die Erkenntnis:

Christian Hesse (eworm): But rkhunter has a match on the plain file name „libkeyutils.so.1.9“, see /usr/bin/rkhunter from line 9765. I guess any malicious software used that file name in the past. […]

A. Bosch (progandy): It seems there was an SSHD rootkit in 2013 that used the name. That should be the reason for the entry in rkhunter.

Quelle: FS#63369 – [keyutils] RKhunter reports a possible rootkit

Die Lösung des Problems ist in dem Forumsbeitrag ebenfalls beschrieben. Nachdem ich in rkhunter.conf folgende Zeile eingefügt hatte, verschwand die Warnmeldung:

...
EXCLUDE_USER_FILEPROP_FILES_DIRS=/lib/x86_64-linux-gnu/libkeyutils.so.1.9
...
RTKT_FILE_WHITELIST=/lib/x86_64-linux-gnu/libkeyutils.so.1.9
...

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Donnerstag, 5. März 2020

Zitat: Aus der Geschichte lernen …

Zuerst fiel mir eine Erkenntnis des arabischen Historikers Mas’udi (895-956) ein: „Aus der Geschichte können wir lernen, dass noch nie aus der Geschichte gelernt wurde.

Quelle: Kein deutscher Politiker hat den Auftrag, die Welt zu retten

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Dienstag, 3. März 2020

Corona: Drei von mir ausgewählte Überblicksquellen

Die Republik

(Solange es die Publikation noch gibt) Nüchtern und ehrlich, wo es (noch) keine Antworten gibt werden auch keine zusammengezimmert.

Das Coronavirus geht um. Sollten Sie Angst haben? Und wenn ja: was dann?

Last Week Tonight with John Oliver (HBO)

Englisch, mit dem üblichen Trump- und FoxNews-Bashing und einigen Einspielern, die zum schmunzeln anregen (der Humor darf in der Pandemie nicht verloren gehen!).

Spezialvorlesung

Für diejenigen, die keine Übersetzer von Wissenschaft auf Allgemeinbildungsniveau benötigen (und 90 Minuten Zeit haben).

40 bis 70 Prozent der Leute hierzulande werden vermutlich hier angesteckt. Es geht nun also weniger darum, sich in den eigenen vier Wänden zu verbarrikadieren, als einerseits sicherzustellen, dass der Körper den Virus optimal bekämpfen kann, und andererseits diejenigen Leute vor Ansteckung zu schützen, die ab dem Virus sterben könnten (sprich: die älteren Semester und Leute, die bereits jetzt an schweren Krankheiten leiden, die das Immunsystem und die Lungen schwächen).

Bonus

Fantastisch. Keine Ahnung, wie die Vietnamesen einen solch qualitativ hochstehenden Song mitsamt Video so schnell hingekriegt haben?

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